Antikerezeption
in der deutschsprachigen Literatur
nach1945



Das Archiv

Die Auseinandersetzung mit der Antike gehört zu den Konstanten der europäischen Kulturgeschichte und hat auch in der Gegenwart ihre Bedeutung nicht verloren. Das Archiv für "Antikerezeption in der deutschsprachigen Literatur nach 1945" hat das ziel, Umfang, Formen und Funktionen der literarischen Antikerezeption nach 1945 erstmals systematisch aufzuarbeiten.

Im Zentrum der Arbeit stand bis 2004 die Sammlung von Rezeptionsbezügen in der deutschsprachigen Literatur nach 1945. Neben einem materiellen Archiv, das die Texte in Kopien bereit hält, entstanden zwei Datenbanken zur Primär- bzw. Forschungsliteratur, in denen die Rezeptionsbezüge der einzelnen literarischen Texte bzw. die Inhalte der einschlägigen Forschungsliteratur aufgeschlüsselt werden.
Beide Datenbanken sind online zugänglich und können ohne Einschränkung genutzt werden.

Das Material wird darüber hinaus in Publikationen ausgewertet und in Anthologien präsentiert. Ergänzend werden Forschungskolloquien und Vorlesungsreihen durchgeführt, in denen insbesondere Zusammenhänge der literarischen Rezeption mit anderen Schlüsselbereichen der Antikerezeption (Philosophie, Religionswissenschaft, Politik, aber auch Theater und Oper, Musik, Architektur und bildende Kunst) untersucht werden.

Seit Dezember 2001 kooperiert das Projekt mit der Universität Bremen: Unter der Leitung von Prof. Wolfgang Emmerich sollen dort in zwei weiteren Datenbanken themenrelevante Theater-, Opern- und Tanztheaterinszenierungen des deutschen Sprachraums (1) sowie einschlägige Rezensionen dieser Inszenierungen (2) erfaßt werden.

Das Archiv wurde von Professor Seidensticker am Seminar für Klassische Philologie an der Freien Universität Berlin eingerichtet und wurde zwischen 1992 und 1995 von der Freien Universität und von 1999 bis 2004 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert.

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